Anamnesebogen CO₂-Laser: kostenlose PDF-Vorlage
Der fraktionierte CO₂-Laser trägt Haut ab und hinterlässt eine Wundfläche. Der KROND-Anamnesebogen klärt deshalb vor der ersten Sitzung ab, was die Abtragung ausschließt, verschiebt oder vorsichtiger einstellt: Keloidneigung und Wundheilung, Isotretinoin, Bräune und Herpes, Hauttyp und Probefeld, Ektropium und Zahnschutz, dazu Ausfallzeit, Nachsorge und den Arztvorbehalt in DE, AT und CH. Druckfertig in DIN A4, jede Frage auf dieser Seite erklärt, in der Reihenfolge des Bogens.

Aufbau des Anamnesebogens: Wer füllt beim CO₂-Laser welchen Teil aus?
Der Anamnese- und Einwilligungsbogen zum fraktionierten CO₂-Laser hat dreizehn Seiten: drei Teile und ein Beiblatt. Die Seiten sind nach Ausfüller getrennt, keine Seite mischt Angaben der Kund:in mit denen der Behandler:in, und die Seite, die bei jeder Sitzung gebraucht wird, steht zuletzt.
| Teil | Wer füllt aus, wann |
|---|---|
| Teil 1 · Anamnesebogen · Anamnese | Kund:in, einmalig bei der Erstaufnahme, fünf Seiten |
| Teil 1 · Anamnesebogen · Befund | Behandler:in, vor der ersten Sitzung, drei Seiten |
| Teil 2 · Aufklärung | nur zum Lesen, nichts auszufüllen, drei Seiten |
| Teil 3 · Einwilligung | Kund:in und Behandler:in gemeinsam, dann unterschreiben |
| Beiblatt | Behandler:in, bei jeder Sitzung, nachdruckbar |
Die Kund:in kreuzt Nein oder Ja an. Nur bei Ja erscheint darunter ein kurzes Zusatzfeld, und bei Unsicherheit wird nichts angekreuzt, sondern nachgefragt.
Was bedeuten die Codes S, P, A, Z, F und D?
Vor jeder Ja-Nein-Frage steht ein Code, zum Beispiel A.3.1. Der Buchstabe ist eine von sechs Kategorien, die die Fußzeile jeder auszufüllenden Seite erklärt; die Zahlen zeigen, wo die Frage im Bogen steht.
| Kategorie | Bedeutung laut Bogen | Wo im Bogen |
|---|---|---|
| S · Stopp | Behandlung ausgeschlossen, nicht durch Warten lösbar | Was eine Abtragung ausschließt, Mindestalter |
| P · Parameter | Behandlung möglich, mit angepasster Einstellung | Energie, Dichte und Tiefe |
| A · Arzt | nur mit schriftlicher ärztlicher Freigabe | Wundheilung, ärztliche Abklärung |
| Z · Zone | nur die betroffene Stelle wird ausgespart | Geschützte und ausgesparte Stellen |
| F · Frist | Termin verschieben, frühesten Zeitpunkt ausrechnen | Was abgeheilt sein muss, Terminwahl |
| D · Doku | ohne Folge, nur für die Kundenakte | Vorbehandlung, Medikamente und Vorerkrankungen |
Person, Anliegen und Areal: Welche Angaben braucht der Bogen zuerst?
Die Abtragung wird für ein Anliegen geplant, nicht für eine Fläche. Vor den Fragen trägt die Kund:in Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Adresse, Telefon, E-Mail und das geplante Areal ein und kreuzt an, was sie stört: Aknenarben oder andere eingesunkene Narben, Falten und erschlaffte Haut, Dehnungsstreifen, Lichtschäden und Pigmentflecken, Hautstruktur und Porengröße. Im Kopf der ersten Seite stehen Praxis und Anschrift, Datum und Kunden-Nr.; in das leere Feld oben links kommt das eigene Logo.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| D.1.1 | Wurde das Areal schon einmal behandelt? | Laser, Needling, Peeling, Operation, Bestrahlung. |
Bei Ja fragt das Zusatzfeld nach Verfahren und Datum und danach, wie die Haut damals reagiert hat. Eine ungewöhnliche Reaktion auf eine frühere ablative Behandlung kommt später noch einmal, als P.5.4, dort mit Folgen für die Einstellung.
Was eine Abtragung ausschließt: Wann ist eine CO₂-Laserbehandlung nicht möglich?
Vier Fragen tragen den Code S. Trifft eine zu, wird nicht abgetragen, und ein späterer Termin ändert daran nichts.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| S.2.1 | Aktives, wachsendes oder gerötetes Keloid im geplanten Areal? | Von der fraktioniert ablativen Behandlung aktiver Keloide rät die S2k-Leitlinie ab. |
| S.2.2 | Photosensitive Epilepsie? | In den Gemeinsamen Spezifikationen der EU als Gegenanzeige genannt. |
| S.2.3 | Hautkrebs oder eine Vorstufe im geplanten Areal, ärztlich nicht abgeklärt? | Über pigmentierte und verdächtige Stellen entscheidet die ärztliche Abklärung in Abschnitt 8, nicht der Bogen. |
| S.2.4 | Können oder wollen Sie die Nachsorge der ersten beiden Wochen nicht einhalten? | Nässende Wunde, Krusten, tägliche Pflege, Lichtschutz, Kontrolltermin. Ohne Nachsorge wird aus dem Ergebnis eine Komplikation. Empfohlen. |
Die letzte Frage ist ungewöhnlich für einen Anamnesebogen und steht bewusst hier: Der CO₂-Laser hinterlässt eine Wunde, und die S2k-Leitlinie nennt die Mitwirkung ausdrücklich als Auswahlkriterium, die Behandelten sollen mit den nässenden Wunden und der Krustenbildung zurechtkommen. Photosensitive Epilepsie und Schwangerschaft nennen die Gemeinsamen Spezifikationen der EU als Gegenanzeigen, die die Gebrauchsanweisung solcher Geräte führen muss; die Schwangerschaft steht im Bogen als Frist, nicht als Stopp.
Wie Ihre Haut Wunden heilt: Wann braucht der CO₂-Laser eine ärztliche Freigabe?
Acht Fragen tragen den Code A. Bei Ja wird erst nach schriftlicher ärztlicher Freigabe behandelt; Name, Fachrichtung und Datum kommen in das Feld unter den Fragen, eine Kopie in die Akte.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| A.3.1 | Neigung zu wulstigen oder verbreiterten Narben? | Keloide, hypertrophe Narben, auch an anderer Stelle. Die S2k-Leitlinie verlangt den Ausschluss der Keloidneigung vor der Behandlung. |
| A.3.2 | Bekannte Wundheilungsstörung? | |
| A.3.3 | Diabetes? | In den Gemeinsamen Spezifikationen der EU als Gegenanzeige genannt. Entscheidend sind Einstellung und Wundheilung. |
| A.3.4 | Immunschwäche oder Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken? | z. B. nach Transplantation, bei HIV, unter Biologika oder Kortison in höherer Dosis. |
| A.3.5 | Blutgerinnungsstörung oder gerinnungshemmende Medikamente? | |
| A.3.6 | Aktive Krebserkrankung oder onkologische Behandlung in den letzten fünf Jahren? | |
| A.3.7 | Strahlentherapie im geplanten Areal in der Vorgeschichte? | Bestrahlte Haut heilt aus weniger Anhangsgebilden nach. Empfohlen. |
| A.3.8 | Autoimmun- oder Bindegewebserkrankung mit Beteiligung der Haut? |
Die Wundfläche reepithelisiert aus den verbliebenen Haarfollikeln und Schweißdrüsen. Alles, was diese Heilung stört, gehört deshalb in diesen Abschnitt und nicht in die allgemeinen Gesundheitsfragen.
Was vor der Abtragung abgeheilt sein muss: Wie lange nach Isotretinoin warten?
Acht Fragen tragen den Code F. Bei Ja wird der Termin verschoben, und die Frist steht in der Erläuterung. Laufen mehrere Fristen nebeneinander, gilt die späteste; das Zusatzfeld darunter hält den auslösenden Code, das Ereignis und den frühesten Termin fest.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| F.4.1 | Isotretinoin eingenommen, aktuell oder in den letzten sechs Monaten? | Die Fachinformation verlangt, aggressive Dermabrasion und kutane Laserbehandlung während der Therapie und mindestens fünf bis sechs Monate danach zu vermeiden, wegen des Risikos hypertropher Narben. Frei sechs Monate nach Therapieende. |
| F.4.2 | Haut im Areal gebräunt, frisch besonnt, im Solarium oder mit Selbstbräuner behandelt? | Stark vorgebräunte Haut wird nicht behandelt (S2k-Leitlinie). Frist vier Wochen, empfohlen. |
| F.4.3 | Aktiver Herpes, offene Stelle, Entzündung oder Infektion im Areal? | Die Gemeinsamen Spezifikationen der EU schließen die Anwendung auf offenen Wunden sowie auf geschwollenen, geröteten, gereizten, infizierten oder entzündeten Stellen aus. Frei nach vollständiger Abheilung. |
| F.4.4 | Peeling, Dermabrasion oder Microneedling im Areal? | Frei nach vier Wochen, empfohlen. |
| F.4.5 | Botulinumtoxin oder Filler im Areal? | Frei nach zwei beziehungsweise vier Wochen, empfohlen. |
| F.4.6 | Operation, frische Narbe oder verheilende Wunde im Areal? | Frei nach vollständiger Abheilung, empfohlen. |
| F.4.7 | Topische Retinoide, Fruchtsäuren oder Vitamin-A-Pflege im Areal? | Frei nach einer Woche, empfohlen. |
| F.4.8 | Schwangerschaft oder Stillzeit? | In den Gemeinsamen Spezifikationen der EU als Gegenanzeige genannt. Termin nach dem Abstillen. |
Nur die Isotretinoin-Frist ist belegt: Sie stammt aus der Fachinformation und gilt ausdrücklich für Dermabrasion und Laserbehandlung. Die anderen Wochenangaben sind im Bogen als empfohlen gekennzeichnet, der Ausschluss selbst ist es nicht. Dieselben Punkte werden vor jeder weiteren Sitzung im Beiblatt bestätigt.
Was Energie, Dichte und Tiefe verändert: Wann wird vorsichtiger eingestellt?
Sieben Fragen tragen den Code P. Ein Ja ist keine Absage: Es verändert die Einstellung des Geräts und macht in der Regel ein Probefeld nötig.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| P.5.1 | Neigen Sie zu dunklen Flecken, nachdem die Haut entzündet war? | Die S2k-Leitlinie verlangt, die Neigung zur postinflammatorischen Hyperpigmentierung ausdrücklich zu erfragen. Folge: geringere Dichte, Probefeld, konsequenter Lichtschutz. |
| P.5.2 | Ist bei Ihnen ein Melasma bekannt? | Die S2k-Leitlinie verlangt vor der Behandlung den Ausschluss eines erhöhten Pigmentierungsrisikos, gegebenenfalls mit Probelaserung. |
| P.5.3 | Hatten Sie im geplanten Areal schon einmal Herpes? | Nach ablativen Behandlungen ist die Reaktivierung häufig. Die S2k-Leitlinie nennt die systemische Prophylaxe vor allem bei ablativen Lasern. |
| P.5.4 | Frühere ablative Behandlung mit ungewöhnlicher Reaktion? | lange Rötung, Blasen, helle Flecken, Narbe. Folge: geringere Energie und Probefeld. |
| P.5.5 | Rauchen Sie? | Die S2k-Leitlinie nennt Nikotin als Co-Faktor für das Ansprechen und für die Hautalterung. Folge: Aufklärung über das geringere Ergebnis. |
| P.5.6 | Allergie gegen Betäubungscreme oder örtliche Betäubungsmittel? | |
| P.5.7 | Sehr dünne Haut oder längere Behandlung mit Kortisonsalbe im Areal? | Folge: geringere Eindringtiefe. |
P.5.3 ist eine Torfrage. Bei Ja hält das Zusatzfeld fest, wer die antivirale Prophylaxe verordnet hat, wann sie beginnt und wie lange sie dauert. Was aus den Antworten folgt, trägt die Behandler:in in den Behandlungsplan ein.
Ausfallzeit, Sonne und Terminwahl: Wie lange ist die Haut nach dem CO₂-Laser gerötet?
Vier Fragen tragen den Code F, bestimmen aber nicht die Eignung, sondern den Termin. Die Wundfläche reepithelisiert innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen; in den ersten fünf bis sieben Tagen sind Rötung und Krusten sichtbar. Darunter stehen Felder für den gewünschten Termin, den Kontrolltermin und die Telefonnummer für Rückfragen nach der Sitzung.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| F.6.1 | Steht in den nächsten vier Wochen ein fester Termin an? | Feier, Auftritt, Fototermin, Vorstellungsgespräch. In dieser Zeit sind Rötung und Krusten sichtbar. |
| F.6.2 | Urlaub oder Aufenthalt in der Sonne in den nächsten vier Wochen geplant? | Die S2k-Leitlinie verlangt nach der Behandlung vier Wochen ohne Sonne und Solarium sowie Lichtschutz LSF 50+. |
| F.6.3 | Arbeiten Sie im Freien oder können Sie das Areal beruflich nicht abdecken? | Die S2k-Leitlinie nennt die berufliche Exposition und die Urlaubsplanung als Teil der Aufnahme. |
| F.6.4 | Können Sie fünf bis sieben Tage mit sichtbarer Rötung und Krusten einplanen? | Die Reepithelisierung der Wundfläche erfolgt innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen (S2k-Leitlinie). |
F.6.4 ist die einzige Frage des Bogens, bei der Ja links und Nein rechts steht: Hier ist das Ja die unauffällige Antwort.
Medikamente, Allergien und Vorerkrankungen: Was gehört in die Kundenakte?
Sechs Fragen tragen den Code D. Keiner dieser Punkte steht in den geprüften Quellen als Gegenanzeige des CO₂-Lasers. Sie gehören in die Akte, damit im Notfall bekannt ist, was zu beachten ist.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| D.7.1 | Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? | |
| D.7.2 | Bestehen Allergien? | Medikamente, Pflaster, Salben, Betäubungsmittel, Latex. |
| D.7.3 | Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Bluthochdruck? | |
| D.7.4 | Erkrankung der Schilddrüse, der Nieren oder der Leber? | |
| D.7.5 | Neurologische Erkrankung? | |
| D.7.6 | Weitere Erkrankungen, die wir wissen sollten? |
D.7.1 und D.7.2 sind Torfragen: Bei Ja folgt eine Zeile für Präparate und Dosierung beziehungsweise für die Allergie. Gerinnungshemmende Medikamente und Immunsuppressiva stehen nicht hier, sondern bei der Wundheilung, weil sie eine Freigabe auslösen.
Ärztliche Abklärung des Areals: Warum muss die Haut vorher untersucht werden?
Mit dieser Seite wechselt der Ausfüller. Drei Fragen prüfen, ob die Unterlagen vorliegen, bevor die erste Sitzung stattfindet. Darunter stehen Felder für Name und Fachrichtung, Datum, Befund und Auflagen.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| A.8.1 | Liegt die Dokumentation einer ärztlichen Beratung einschließlich diagnostischer Untersuchung des vorgesehenen Areals vor? | Die Gemeinsamen Spezifikationen der EU empfehlen diese Beratung für alle Anwendungen außer der Haarentfernung und empfehlen, ohne ihre Dokumentation nicht zu behandeln. |
| A.8.2 | Ist die Gutartigkeit aller pigmentierten Stellen im Areal fachärztlich beurteilt? | Die S2k-Leitlinie verlangt die Beurteilung der Benignität durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Dermatologie vor der Laserbehandlung. |
| A.8.3 | Haben die Abschnitte 2 bis 5 eine ärztliche Freigabe nötig gemacht, und liegt sie schriftlich vor? |
Ein Nein in A.8.1 oder A.8.2 verschiebt den Termin. Eine gelaserte, nicht abgeklärte pigmentierte Stelle lässt sich später nicht mehr beurteilen; deshalb steht die Abklärung vor der Behandlung und nicht danach.
Arztvorbehalt und Mindestalter: Wer darf einen CO₂-Laser anwenden? (DE, AT, CH)
Der ablative CO₂-Laser ist in allen drei Ländern Arztsache. Der Bogen enthält deshalb keine eigene Fassung je Land, sondern eine Tabelle, in der das Betriebsland angekreuzt wird. Die Rollen-Stempel auf den Seiten bleiben allgemein: Wer die Behandler:in sein darf, steht in diesem Abschnitt.
| Land | Wer den ablativen CO₂-Laser anwenden darf |
|---|---|
| Deutschland | Nur approbierte Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Weiter- oder Fortbildung (§ 5 Abs. 2 NiSV). Einzelne Handlungsschritte dürfen an qualifiziertes Assistenzpersonal delegiert werden; die Indikation stellt die Ärztin oder der Arzt. |
| Österreich | Keine eigene Norm für ablative Laser. Eine ästhetische Behandlung ohne medizinische Indikation fällt unter das ÄsthOpG, sobald sie eine ärztliche Tätigkeit nach § 2 Abs. 2 ÄrzteG 1998 ist (§ 1 Abs. 2 ÄsthOpG). Der Bogen ordnet die Verletzung der Hautbarriere und die gezielte thermische Zerstörung von Gewebe als ärztliche Tätigkeit ein; eine ausdrückliche Norm dazu fehlt. |
| Schweiz | Nur Ärztinnen und Ärzte oder ihr direkt unterwiesenes Praxispersonal; die Ärztin oder der Arzt muss während der Behandlung physisch vor Ort sein (Anhang 2 Ziffer 2.3 V-NISSG, Vollzugshilfe des BAG). Fraktionierte ablative Laser sind ausdrücklich eingeschlossen. |
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| S.9.1 | Ist die Kund:in unter 18 Jahre alt? | AT: unter 16 Jahren unzulässig; zwischen 16 und 18 mit schriftlicher Einwilligung der Erziehungsberechtigten und der Kund:in, frühestens vier Wochen danach (§ 7 ÄsthOpG). Produkte, die das Aussehen dauerhaft verändern, dürfen laut den Gemeinsamen Spezifikationen der EU nicht unter 18 Jahren angewendet werden; es gilt die Gebrauchsanweisung. |
Darunter stehen Felder für die anwendende Person, ihre Qualifikation und das Datum des Fachkundenachweises. In Deutschland wird der Betrieb der Anlage spätestens zwei Wochen vor der Inbetriebnahme angezeigt, mit Fachkundenachweis (§ 3 Abs. 3 NiSV).
Hauttyp, Bräunung und Probefeld: Für welchen Hauttyp eignet sich der CO₂-Laser?
Anders als beim Epilationslaser entscheidet der Hauttyp hier nicht über die Aufnahme der Energie, das Zielchromophor ist Wasser. Er entscheidet über das Pigmentrisiko danach.
| Typ | Erste Sonnenreaktion | Folge für die Abtragung |
|---|---|---|
| I | Verbrennt immer, bräunt nie | geeignet |
| II | Verbrennt meist, bräunt selten | geeignet |
| III | Verbrennt manchmal, wird danach braun | geeignet, Lichtschutz konsequent |
| IV | Verbrennt selten, bräunt überdurchschnittlich | S2k rät von ablativen Lasern ab; nur nach ärztlicher Abwägung mit vorherigem Probefeld |
| V | Verbrennt selten, bräunt stark | wie Typ IV |
| VI | Verbrennt nie, bräunt sehr stark | wie Typ IV |
Darunter stehen drei Felder: bestätigter Hauttyp, Datum des Probefelds und Datum seiner Kontrolle. Für den Zeitpunkt der Kontrolle nennen die geprüften Quellen keine Frist.
Wortlaut der S2k-Leitlinie: Patientinnen und Patienten mit dunkleren Hauttypen IV bis VI sollen wegen des erhöhten Risikos einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung oder Depigmentierung nicht mit ablativen Lasern behandelt werden; wird eine Behandlung dennoch erwogen, ist eine vorherige Probelaserung im Behandlungsareal sinnvoll. Stark vorgebräunte Haut wird nicht behandelt, was im Bogen als F.4.2 abgefragt wird.
Was im Areal geschützt oder ausgespart wird: Muttermale, Tattoos, Augenlid und Zähne
Drei Fragen tragen den Code Z. Ein Ja spart eine Stelle aus, nicht die Kund:in, die übrige Fläche wird regulär behandelt.
| Code | Frage im Bogen | Erläuterung im Bogen |
|---|---|---|
| Z.11.1 | Finden sich im Areal Stellen, die ausgespart werden müssen? | |
| Z.11.2 | Liegt das Unterlid im Feld? | Das Ektropium am Unterlid ist als Folge beschrieben (Vollzugshilfe des BAG). An der Lidkante zurückhaltend arbeiten, Augenschutz einlegen. |
| Z.11.3 | Liegen Lippen oder Mundwinkel im Feld? | Zahnschäden durch direkten Beschuss sind beschrieben (Vollzugshilfe des BAG). Intraoralen Schutz einlegen. |
Was bei Z.11.1 angekreuzt wird
- Pigmentierte Stelle oder Muttermal. Abdecken und umfahren.
- Auffällige Stelle mit Asymmetrie, unscharfem Rand oder Veränderung. Nicht behandeln, dermatologisch abklären.
- Tätowierung oder Permanent-Make-up. Umfahren.
- Filler oder Fäden unter der Haut. Umfahren.
- Metall im Feld, zum Beispiel ein Piercing. Entfernen oder umfahren.
Innerhalb der knöchernen Orbita wird nicht abgetragen. Alle Personen im Raum tragen Augenschutz für 10.600 nm, die Kund:in eingeschlossen; das verlangen auch die Gemeinsamen Spezifikationen der EU für Laser in Gesichtsnähe.
Behandlungsplan: Wie werden Modus, Energie und Dichte festgelegt?
Dieser Abschnitt hat keine Ja-Nein-Fragen und deshalb keine Codes. Er hält fest, womit behandelt wird.
| Feld im Bogen | Was eingetragen wird |
|---|---|
| Indikation und Areale | wofür behandelt wird und wo |
| Gerät und Handstück | eingesetztes System, gewähltes Handstück |
| Betriebsart | zum Beispiel fraktioniert oder gescannt |
| Pulsenergie, Dichte, Pulsdauer | mJ, Prozent, Millisekunden |
| Durchgänge je Areal | Anzahl der Passes |
| Betäubung, Kühlung, Abstand der Sitzungen | Vorgehen und geplanter Serienabstand |
Am Ende steht die Entscheidung zum Ankreuzen: wie geplant möglich, nur mit reduzierter Dichte oder Energie, erst nach Probefeld und Kontrolle, oder nicht möglich mit Begründung.
Die S2k-Leitlinie nennt bewusst weder Parameter noch eine Sitzungszahl: die Wahl ist geräteabhängig, die Zahl richtet sich nach dem Befund. Der Bogen schreibt deshalb keine Werte vor, sondern verweist auf die Gebrauchsanweisung des Geräts und auf das Probefeld.
Laserbereich, Rauchabsaugung und Brandschutz: Was verlangt der Laserschutz im Raum?
Die letzte Seite des Befundteils betrifft nicht die Kund:in, sondern den Raum. Sie wird vor jeder Sitzung abgehakt.
- Augenschutz für 10.600 nm für alle Personen im Raum, die Kund:in eingeschlossen
- Rauchabsaugung am Handstück in Betrieb, Filterstand geprüft, Atemschutz getragen
- Keine alkoholischen Lösungen, kein Sauerstoff, keine brennbaren Abdeckungen im Feld
- Laserbereich abgegrenzt und gekennzeichnet, Warnhinweis außerhalb des Behandlungsraums
- Laserschutzbeauftragte Person schriftlich bestellt
- Unterweisung der Beschäftigten erfolgt, Nachweis abgelegt
- Gerät vor der Anwendung auf Funktionsfähigkeit und ordnungsgemäßen Zustand geprüft
Die S2k-Leitlinie ordnet diese Maßnahmen nach dem Prinzip technisch vor organisatorisch vor persönlich und nennt Rauchabsauggeräte, Abgrenzung und Kennzeichnung des Laserbereichs, Laser-Schutzbrillen und Atemschutzmasken. Nach § 5 Abs. 2 OStrV ist vor Aufnahme des Betriebs von Lasereinrichtungen der Klassen 3R, 3B und 4 eine laserschutzbeauftragte Person schriftlich zu bestellen. Die Prüfung des Geräts vor jeder Anwendung verlangt § 3 Abs. 1 NiSV.
Wie der CO₂-Laser wirkt: Was passiert mit der Haut in den ersten zwei Wochen?
Der Aufklärungsteil ist nach den fünf Punkten gegliedert, die § 3 Abs. 1 Nr. 6 NiSV vorschreibt: Anwendung und Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen, Alternativen, individueller Behandlungsplan und die mögliche Notwendigkeit einer vorherigen fachärztlichen Abklärung.
Wirkung
- Die Wellenlänge 10.600 nm wird fast vollständig vom Wasser im Gewebe aufgenommen. Das Gewebe verdampft im Moment der Abgabe, die Haut wird abgetragen.
- Fraktioniert heißt: die Energie wird auf viele kleine Säulen verteilt, dazwischen bleibt unbehandelte Haut stehen. Aus dieser Haut heraus heilt die Fläche schneller als bei flächiger Abtragung.
- Der sichtbare Effekt entsteht in zwei Schritten: sofort durch die Abtragung und das Zusammenziehen des vorhandenen Kollagens, dann über Monate durch neu gebildetes Bindegewebe.
Was in den ersten zwei Wochen geschieht
- Es entsteht eine Wundfläche. Sie reepithelisiert innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen aus den verbliebenen Haarfollikeln und Schweißdrüsen.
- Rötung, Schwellung, Hitzegefühl, Nässen, Krusten und Schuppung gehören zu diesem Verlauf und sind keine Komplikation.
- Die Haut darunter ist zunächst rosa und lichtempfindlich. Vier Wochen ohne Sonne und Solarium, Lichtschutz LSF 50+.
Ergebnis und Grenzen
- Erwartbar ist ein Aufweichen und eine Qualitätsverbesserung, keine vollständige Auslöschung. Eine restitutio ad integrum ist bei Narben meist nicht möglich.
- Es können mehrere Sitzungen nötig sein. Eine feste Zahl nennt die Leitlinie nicht, sie richtet sich nach dem Befund.
- Pigmentflecken werden teils besser, aber meist nicht so gut wie mit einem Laser, der gezielt auf Pigment arbeitet. Sichtbare Äderchen werden kaum oder gar nicht verbessert.
- Ästhetische Behandlungen werden von keiner Versicherung übernommen, auch nicht bei Nebenwirkungen. Am Tag der Beratung wird nicht behandelt.
Risiken des CO₂-Lasers: Welche Nebenwirkungen können bleiben?
Aufzuklären sind laut S2k-Leitlinie immer auch Nichtansprechen, Rezidive, Schmerzen, Krusten und Narben. Der Bogen trennt zwischen dem erwarteten Verlauf und den seltenen Folgen.
Häufig und zu erwarten
- Rötung und Schwellung für Tage
- Hitzegefühl wie nach starkem Sonnenbrand
- Nässen, Krusten, Schuppung
- Juckreiz beim Abheilen
- Länger anhaltendes Erythem über Wochen
- Milien im behandelten Areal
Selten bis sehr selten
- Postinflammatorische Hyperpigmentierung, vor allem bei dunkleren Hauttypen und vorgebräunter Haut
- Dauerhafte Hypopigmentierung oder Depigmentierung, sogenanntes Leukoderm
- Superinfektion der Wundfläche
- Reaktivierung von Herpes simplex
- Narbenbildung, bei zu tiefer Vaporisation zwingend
- Entstehung eines Keloids
- Ektropium am Unterlid
- Zahnschäden bei direktem Beschuss
- Komedonen und Pusteln nach dem Abheilen
- Nichtansprechen und Unzufriedenheit mit dem Ergebnis
Der CO₂-Laser hat gegenüber dem Er:YAG-Laser das höhere Risiko ausgeprägter Nebenwirkungen und die längere Abheilungszeit. Bei großflächiger Abtragung steigt das Risiko von Superinfektion, Wundheilungs- und Pigmentierungsstörungen. Prophylaktische Antibiotika senken die Rate bakterieller Infektionen nach flächigem Resurfacing nicht signifikant; eine antivirale Prophylaxe bei Herpes in der Vorgeschichte ist dagegen vorgesehen.
Andere Verfahren: Welche Alternativen gibt es zum ablativen CO₂-Laser?
Die Alternativen stehen im Bogen, weil § 3 Abs. 1 Nr. 6 NiSV sie als Teil der Aufklärung verlangt. Welche im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Indikation ab.
- Fraktionierter nicht ablativer Laser, 1.540 bis 1.565 nm. Bei atrophen Narben empfohlen, besonders wenn eine geringere Ausfallzeit gewünscht ist. Die Haut bleibt geschlossen, das Ergebnis ist verhaltener.
- Fraktionierter Er:YAG-Laser, 2.940 nm. Ebenfalls abtragend, präziser und thermisch schonender, dafür mit Blutung und geringerer Eindringtiefe.
- Farbstofflaser oder IPL. Für die geröteten Anteile einer Narbe, nicht für die Struktur.
- Kombinationen. Bei hypertrophen Narben und Keloiden sind Kortisoninjektion, Kryotherapie und Silikon Teil der Behandlung.
- Straffende oder chirurgische Verfahren. Bei ausgeprägter Erschlaffung sinnvoller als eine Abtragung.
- Nichts tun. Kein Eingriff, kein Risiko, keine Veränderung.
Nachsorge nach dem CO₂-Laser: Wie wird die Wunde in den ersten Tagen versorgt?
Vor der Sitzung
- Keine Bräune im Areal, vier Wochen ohne Sonne, Solarium und Selbstbräuner.
- Verordnete Prophylaxe nach ärztlicher Anweisung eingenommen, bei Herpes in der Vorgeschichte.
- Areal sauber, ungeschminkt, ohne Creme und ohne Parfum.
- Rückweg und die ersten Tage organisiert, Notfallnummer notiert.
Nach der Sitzung
- Kühlen und abschwellende Maßnahmen nach Anweisung.
- Wundpflege nach Anweisung. Dexpanthenolhaltige Externa führten in einer Vergleichsstudie zu einem schnelleren Wundverschluss als Vaseline, vor allem an den Tagen eins bis fünf.
- Antiseptik nur, wenn Infektionsgefahr besteht; topische Antibiotika sehr zurückhaltend.
- Krusten nicht abtragen, nicht kratzen, nicht peelen.
- Lichtschutz LSF 50+, vier Wochen ohne Sonne und Solarium.
- Kontrolltermin wahrnehmen. Kontrollen sind nach ablativen Behandlungen vorgesehen.
- Bei Fieber, zunehmendem Schmerz, gelbem Belag oder sich ausbreitender Rötung sofort melden.
Sitzung sofort abbrechen bei
- starkem Schmerz trotz Betäubung
- Abblassen der Haut über die Abtragung hinaus
- Blasenbildung
- Blutung, die nicht steht
- Brandgeruch oder ausgefallener Rauchabsaugung
- Kreislaufreaktion der Kund:in
Beratungsprotokoll, Fotos und Aufbewahrung: Wie lange wird der Bogen aufbewahrt?
Auf der Einwilligungsseite wird zuerst abgehakt, worüber beraten wurde. Die fünf Punkte sind der Wortlaut von § 3 Abs. 1 Nr. 6 NiSV:
- die Anwendung und ihre Wirkungen
- gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen
- mögliche Alternativen und deren Risiken und Nebenwirkungen
- den individuellen Behandlungsplan einschließlich des verwendeten Geräts und der Einstellung
- die mögliche Notwendigkeit einer vorherigen fachärztlichen Abklärung
Danach folgen zwei getrennte Foto-Einwilligungen: die klinische Dokumentation mit Aufnahmen vor der Behandlung, nach der Abheilung und bei den Kontrollen, und gesondert davon die Verwendung für Marketing und soziale Medien, die freiwillig und jederzeit widerrufbar ist.
Nach § 3 Abs. 2 NiSV werden Beratung und Aufklärung mit einem Beratungsprotokoll dokumentiert, die zu behandelnde Person erklärt sich auf dieser Grundlage einverstanden, und beides wird im Betrieb vorgehalten und zehn Jahre ab dem Tag der Dokumentation aufbewahrt, danach unverzüglich gelöscht. Dieser Bogen ist dieses Beratungsprotokoll.
Einwilligung und Bedenkzeit: Darf am Tag der Beratung behandelt werden?
Nein. Die S2k-Leitlinie hält für ästhetische Behandlungen fest, dass am Tag der Beratung nicht behandelt wird. Der Bogen macht daraus drei Datumsfelder: Aufklärung abgeschlossen am, Einwilligung erteilt am, frühester Behandlungstermin.
Mit der Unterschrift bestätigt die Kund:in, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind, dass sie die Aufklärung erhalten und verstanden hat, dass eine Wundfläche entsteht, dass sie die Nachsorge übernimmt und die Kontrolltermine wahrnimmt, und dass sie Änderungen des Gesundheitszustands und neue Medikamente vor jeder weiteren Sitzung mitteilt. Unterschrieben wird von Kund:in und Behandler:in, bei Minderjährigen zusätzlich von den Sorgeberechtigten.
In Österreich darf eine ästhetische Behandlung frühestens am Tag nach der Einwilligung erfolgen; bei Kund:innen zwischen 16 und 18 Jahren frühestens vier Wochen nach den Einwilligungen (§ 6 und § 7 ÄsthOpG). Die Zwei-Wochen-Frist zwischen Aufklärung und Einwilligung gilt dort nur für ästhetische Operationen.
Beiblatt zur Serie: Was hält jede Sitzung fest?
Die letzte Seite ist die einzige, die bei jeder Sitzung gebraucht wird, und steht deshalb zuletzt: Sie lässt sich einzeln nachdrucken, ohne ein Blatt aus der Mitte zu ziehen. Sie trägt keine gedruckte Seitenzahl, sondern ein Feld „Blatt Nr.“, damit weitere Blätter angehängt werden können.
Oben steht eine Liste als Text, kein Ankreuzraster: Das Ausfüllen und Unterschreiben eines Sitzungsblocks ist die Bestätigung, dass keiner dieser Punkte zutrifft.
| Code | Bedingung | Karenzfenster |
|---|---|---|
| F.4.1 | Isotretinoin eingenommen | frei nach 6 Monaten |
| F.4.2 | Bräune oder frische Sonne im Areal | frei nach 4 Wochen |
| F.4.3 | Herpes, offene Stelle, Entzündung oder Infektion im Areal | frei nach Abheilung |
| F.4.4 | Peeling, Dermabrasion oder Microneedling im Areal | frei nach 4 Wochen |
| F.4.5 | Botulinumtoxin oder Filler im Areal | 2 · 4 Wochen |
| F.4.8 | Schwangerschaft oder Stillzeit | Termin nach dem Abstillen |
| P.5.3 | Herpesprophylaxe verordnet und nicht begonnen | vor der Sitzung beginnen |
| Z.11.1 | neue oder veränderte pigmentierte Stelle im Areal | dermatologisch abklären |
Was jeder Sitzungsblock festhält
- Sitzung Nr. und Datum
- Behandelte Areale und Parameter: Betriebsart, Pulsenergie in mJ, Dichte in Prozent, Pulsdauer in ms, Durchgänge
- Reaktion: erwartet, starkes Ödem, punktförmige Blutung oder abnormal mit Beschreibung
- Datum der Kontrolle der Wundheilung
- Unterschrift von Kund:in und Behandler:in, dazu ein Feld „Forts.“ für das Folgeblatt
Drei Blöcke passen auf eine Seite. Die Kontrolle der Wundheilung steht im Block und nicht auf einem eigenen Blatt, weil sie zur Sitzung gehört, zu der sie stattfindet.
Häufige Fragen zur CO₂-Laserbehandlung
Die Fragen, die vor der ersten Sitzung am häufigsten kommen, kurz beantwortet.
Wie lange ist die Haut nach einer CO₂-Laserbehandlung gerötet?
Die Wundfläche reepithelisiert innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen. Der Bogen lässt die Kund:in bestätigen, dass sie fünf bis sieben Tage mit sichtbarer Rötung und Krusten einplanen kann. Ein länger anhaltendes Erythem über Wochen ist möglich, und vier Wochen lang gilt Lichtschutz LSF 50+ ohne Sonne und Solarium.
Darf eine Kosmetikerin in Deutschland einen CO₂-Laser anwenden?
Nein. Nach § 5 Abs. 2 NiSV dürfen ablative Laseranwendungen und Anwendungen, bei denen die Integrität der Epidermis als Schutzbarriere verletzt wird, nur von approbierten Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Weiter- oder Fortbildung durchgeführt werden. Einzelne Handlungsschritte dürfen an qualifiziertes Assistenzpersonal delegiert werden, die Indikation stellt die Ärztin oder der Arzt.
Wie lange muss man nach Isotretinoin auf eine CO₂-Laserbehandlung warten?
Sechs Monate. Die Fachinformation verlangt, aggressive chemische Dermabrasion und kutane Laserbehandlung während der Therapie und mindestens fünf bis sechs Monate danach zu vermeiden, wegen des Risikos hypertropher Narben. Der Bogen rechnet die Frist ab Therapieende.
Ist der CO₂-Laser bei dunkler Haut möglich?
Nur eingeschränkt. Die S2k-Leitlinie empfiehlt, Patientinnen und Patienten mit den Hauttypen IV bis VI wegen des erhöhten Risikos einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung oder Depigmentierung nicht mit ablativen Lasern zu behandeln. Wird eine Behandlung dennoch erwogen, ist eine vorherige Probelaserung im Areal sinnvoll. Stark vorgebräunte Haut wird nicht behandelt.
Braucht man vor einer CO₂-Laserbehandlung eine ärztliche Untersuchung der Haut?
Ja. Die Gemeinsamen Spezifikationen der EU empfehlen für alle Anwendungen außer der Haarentfernung eine ärztliche Beratung einschließlich diagnostischer Untersuchung der vorgesehenen Hautpartien und empfehlen, ohne deren Dokumentation nicht zu behandeln. Die S2k-Leitlinie verlangt zusätzlich, die Gutartigkeit pigmentierter Stellen fachärztlich beurteilen zu lassen.
Muss man vor dem CO₂-Laser eine Herpesprophylaxe nehmen?
Bei Herpes in der Vorgeschichte im Behandlungsareal ja. Die S2k-Leitlinie nennt die systemische Prophylaxe vor allem bei ablativen Lasern. Der Bogen hält im Zusatzfeld zu P.5.3 fest, wer sie verordnet hat, wann sie beginnt und wie lange sie dauert, und das Beiblatt prüft vor jeder Sitzung, ob sie begonnen wurde.
Wie lange muss der Anamnesebogen aufbewahrt werden?
Zehn Jahre. Nach § 3 Abs. 2 NiSV werden Beratung und Aufklärung mit einem Beratungsprotokoll dokumentiert, die zu behandelnde Person erklärt sich auf dieser Grundlage einverstanden, und beides wird im Betrieb vorgehalten und zehn Jahre ab dem Tag der Dokumentation aufbewahrt, danach unverzüglich gelöscht.
Druckfertiger Bogen für das CO₂-Resurfacing
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Quellen und Rechtsgrundlagen des Anamnesebogens
- S2k-Leitlinie „Lasertherapie der Haut“ (AWMF 013-095), Kapitel zu ablativ wirkenden Lasern, Falten, Narben und Nachbehandlung · AWMF-Register
- § 5 NiSV · ablative Laseranwendungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten · gesetze-im-internet.de
- § 3 NiSV · Beratung und Aufklärung, Beratungsprotokoll, zehn Jahre Aufbewahrung, Anzeige des Betriebs · gesetze-im-internet.de
- § 5 OStrV · schriftliche Bestellung einer laserschutzbeauftragten Person · gesetze-im-internet.de
- Verordnung (EU) 2022/2346, Anhang VI · Gemeinsame Spezifikationen für Geräte mit hochintensiver elektromagnetischer Strahlung, Anhang XVI der Verordnung (EU) 2017/745 · EUR-Lex
- BAG · Vollzugshilfe zum 2. Abschnitt der V-NISSG, Kapitel 5.4.2 Behandlungen mit ablativen Lasern
- ÄsthOpG · Durchführung von ästhetischen Behandlungen und Operationen, § 1, § 6 und § 7 · RIS
- § 2 ÄrzteG 1998 · Ausübung des ärztlichen Berufes · RIS
- Fachinformation Isotretinoin, Abschnitt 4.4 · Dermabrasion und kutane Laserbehandlung, mindestens fünf bis sechs Monate · BfArM
Stand: September 2026.
Als „empfohlen“ gekennzeichnete Wartezeiten und Anpassungen stammen aus keiner dieser Quellen.
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Die KROND-Anamnesebögen sind unverbindliche Vorlagen: nicht von einer Ärztin oder einem Arzt erstellt, sondern aus allgemein zugänglichen Informationen zusammengestellt. Sie ersetzen keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Die Bögen sind für alle kostenlos; KROND verlangt dafür kein Geld und erzielt damit weder Gewinn noch einen sonstigen finanziellen oder materiellen Vorteil.